VENEZUELA SICHERT SEINE RESERVEN – UND DEUTSCHLAND ?

Nach Berichten aus Financial Times Deutschland und Handelsblatt kündigt Venezuelas Staatschef Hugo Chavez an, die Goldreserven seines Landes, die derzeit in den Tresoren der US-Amerikanischen FED und in geringerem Umfang auch in europäischen Staaten und Kanada gelagert sein sollen, ins Land zurückzuholen. Der Wert der etwa 211 Tonnen Edelmetall erreicht von Tag zu Tag neue Höhepunkte und dürfte sich aktuell auf etwa 12 Mill.$ belaufen.

Ebenso plant er, den Abzug von 6 Mill.$ Devisenreserven von den Zentralbanken der G7-Staaten.

Venezuela will sich so vor Erpressungsversuchen und Sanktion absichern. Noch zu gut ist dem Präsidenten wohl in Erinnerung, wie die libyschen Staatsreserven zur Finanzierung des Bombardements auf die Infrastruktur des eigenen Landes „eingezogen“ wurden. Auch begegnet das Land damit der Gefahr, daß seine Rücklagen in der immer mehr um sich greifenden Krise der Dollar- und Eurozone „verschwinden“.Die BRD dagegen sieht keinerlei Gefahr für das im Ausland deponierte Gold. Mit etwa 3.400 Tonnen verfügt Deutschland theoretisch über die zweithöchsten Goldreserven der Welt. Zum größten Teil unter dem Pflaster der Manhatten, weitere Depots befinden sich in den Banken der ehemaligen Besatzungsmächte England und Frankreich.

Wähnt die Bundesregierung ihre Reserven dort in sichereren Händen als im eigenem Land? Immerhin erfolgte schon seit über 50 Jahren keine unabhängige Prüfung der in den USA von 60 Ländern verwalteten Goldbestände! Wahrscheinlich verlassen sich die USA allein auf die über 2000-jährige Erfahrung der Vorfahren Ben Shalom Bernankes und Alan Greenspans im Umgang mit Geld und Wertsachen.

Ganz so perfekt scheint es aber bei der FED nicht zu laufen. So brachte eine auf Betreiben von Ron Paul im Juli veröffentlichte Buchprüfung „Verheerendes“ zu Tage:

….Die US-Regierungsbehörde GAO (Government Accountability Office) hat die Bücher der Federal Reserve geprüft und hat dabei Verheerendes aufgedeckt. Lyndon LaRouche sagte am 26. Juli, diese Resultate seien Grund genug, Fed-Chef Ben Bernanke, Finanzminister Timothy Geithner und Präsident Barack Obama wegen der massiven Unterschlagung von Steuergeldern bei der „Bankenrettung“ seit 2008, die bis heute unvermindert weiterläuft, anzuklagen und ins Gefängnis zu sperren…
(Internetforum Lyndon LaRouche)

 Die Grande Nation war bereits 1968 skeptisch und holte tonnenweise französisches Gold per Kriegsschiff ins eigene Land. (goldblogger.de)

Dem Beispiel Venezuelas oder Frankreichs folgen, wäre vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte zumindest bedenklich und könnte schnell als Mißtrauensbekundung gegenüber den West-Alliierten ausgelagt werden.

Allerdings machen die Goldreserven der BRD – selbst bei dem aktuellem Wertanstieg – nur einen Bruchteil der Staatsschulden aus. Selbst ein Verkauf zum jetzigem Preis würde diese nur um ca. 13% reduzieren und Deutschland würde sich in der Weltrangliste der Schuldner lediglich um einen Platz auf Nummer 4 hinter USA, England und Frankreich verbessern.

Dafür lohnt es sich nun wirklich nicht, für Mißtrauen bei unseren Verbündeten zu sorgen!

Spannend bleibt dagegen, ob Venezuela seine Ankündigung realisieren und seine Kriegsflotte auf die große Weltreise schicken kann…

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