Happy X-Mas vom BuPrä

Am Dienstag den 25.12.2012, „gleich nach der Tagesschau“ erwartet die Bevölkerung der BRD ein medialer Höhepunkt: Die Weihnachtsansprache des Präsidenten der Deutschen.

Da die Journaille bereits auf dem Schreibtisch seines Pressereferenten gewühlt zu haben scheint, findet man den Wortlaut schon heute ungekürzt im Netz.

SPIEGEL ONLINE würzt die Vorveröffentlichung mit unappetitlicher Werbung, wie ein Schnappschuß der Netzseite von 5.00 Uhr morgens (inzwischen von der Redaktion geändert) zeigt:

Weihnachtansprsche Gauck 2012_1

Für politisch weniger interessierte Leser:
Der Herr auf dem blau hinterlegtem Bild ist nicht der aktuelle Präsident Deutschlands beim Verlesen der Weihnachtsbotschaft, auch wenn das Portal seines Amtssitzes bei genauerem Hinsehen eine äußerst peinliche Symbolik aufweist, die einer nie zu vergehen scheinenden Epoche huldigt.Weihnachtansprsche Gauck 2012_2

Weihnachtansprsche Gauck 2012_3Weihnachtansprsche Gauck 2012_4

Velleicht beginnt er deshalb seine Rede mit den Worten Fürchtet Euch nicht!.

Wer mutig genug ist, ihm weiter zu lauschen, wird mit den Worten Frieden auf Erden zu einem der vielen NATO-Kriegsschauplätze geleitet – Afghanistan.

Im Gegensatz zu seinem Vor-Vorgänger, Herr Köhler, glaubt Gauck, daß die deutschen Soldatinnen und Soldaten dort Terror verhindern und die Zivilbevölkerung schützen. Die Luftstreitkräfte „kümmern“ sich dabei selbst um zu arg ausgelassen feiernde Hochzeitsgesellschaften. Köhler hatte sich etwas tiefer mit der Materie beschäftigt und platzte ungeschickter Weise heraus, daß es eigentlich um strategische Aspekte und die Sicherung von Rohstoffressourcen geht. So wurde er zum Vor-Vorgänger….

Wenn es schon um das Thema Frieden geht, darf der Verweis auf die EU nicht fehlen, die dafür sogar in Stockholm ausgepreist wurde. 60 Jahre Frieden, gesichert durch die europäische Idee.
Die Idee war tatsächlich brilliant.
Während die imperialistische Hochfinanz, getrieben vom Zinssystem, üblicherweise neue Märkte und neues Wachstum durch Überfälle auf andere Staaten schuf, testet man in Europa ein neue Modell.
Internationalen Banken borgen den wirtschaftlich schwächeren Staaten Milliarden und versetzen sie so in die Lage, im großen Stil am „Markt“ teilzunehmen.
Wie durch Zauberhand entstehen neues Wachstum und neue Märkte, ohne daß ein einziger Schuß fällt.
Erwartungsgemäß können die so Beglückten nicht einmal die Zinsen für die „Wirtschaftsförderung“ begleichen. So werden andere Staaten, insbesondere das Land, das Herr Gauck repräsentiert, genötigt, bei eben diesen Banken Kredite aufzunehmen und damit die Zinszahlungen der bereits bankrotten Länder zu begleichen. Das diese Länder bereits selbst bis zur Schmerzgrenze verschuldet sind, sei nur am Rande bemerkt.

Herr Präsident ist dagegen der Meinung, daß Deutschland die Krise bisher gut gemeistert hat. Sicher, solange man die Zinsen gerade noch so zahlen kann, lebt es sich gut auf Pump!

Als nächste Schlagwort wählt Her Gauck die „Verunsicherung“. Er stellt fest, daß die Deutschen wegen der immer weiter klaffenden Schere zwischen Arm und Reich, des immer schnelleren, unübersichtlichen und instabilen Lebens, der alternden Gesellschaft, des Klimawandels und der zunehmenden Gewalt verunsichert sind.
Während er die Problematik der Verarmung und des drohenden Genozids der Deutschen flott übergeht, wird er beim Thema Gewalt konkret. Auf U-Bahnhöfen und Straßen werden Menschen angegriffen, „weil sie schwarze Haare und dunkle Haut haben“. Hätte er vorher einen Blick in die Statistiken seines Bundeskriminalamtes geworfen, hätte er vielleicht einen anderen Satzbau gewählt.

Ehe man weiter darüber nachdenken kann, schweift er in den nächsten Absätzen ins Seichte ab und redet vom „Innehalten“, „Rückbesinnung“ und „Zuwendung“.

Und „Zuwendung“ leitet dann auch schon zu denen über, „ die sich erst vor kurzem hier beheimatet haben“ und die zu einem ordentlichen Teil die weiter oben aufgeführte Statistik des BKA füllen. In einem Flüchtlingsheim, ein afrikanisches Baby im Arm, muß ihm der nun folgende traurige Gedanke gekommen sein:

Zwar werden wir nie alle aufnehmen können, die kommen. Aber Verfolgten wollen wir mit offenem Herzen Asyl gewähren und wohlwollend Zuwanderern begegnen, die unser Land braucht.“

Lieber Herr Gauck, die Grünen werden sich mit Freude und Engagement der Erfüllung Ihres Wunsches annehmen.

Vielleicht sollte der Herr Präsident mit dem Baby im Arm auch einmal an die Kinder mit „schwarzen Haaren und dunkler Haut“ denken, deren Lebensgrundlage vom Klimawahn zerstört wird und die für Grünen Biosprit verhungern!

Aber vielleicht führt auch sie „der Stern aus der Weihnachtsgeschichte ….. von fernher zu einem ganz besonderen Ziel“ – zum Sozialsystem der BRD.

Mit diesem Wunsch also: Gesegnete Weihnachten!

schließt der Präsidenten der Deutschen seine vorgefertigte Ansprache.

Wer erwartet hat, daß er wenigstens einige warme Worte an sein eigenes Volk richtet, der sucht in der „vorveröffentlichten“ Weihnachtsansprache vergebens.

Die, die den Platz unter dem Weihnachtsbaum nicht mit Konsumgütern füllen können,
die die im kalten Zimmer sitzen, weil sie kaum noch die Energiepreise bezahlen können,
die die nicht wissen, ob sie zur nächsten Weihnacht noch einen Arbeitsplatz haben,
die die mit Grausen daran denken, in der Schule wegen ihrer blonden Haare und hellen Haut gehänselt zu werden,
die die am Ende eines harten Arbeitslebens in einem tschechischen Billig-Altenheim verwahrt wurden,
die deren Lebensersparnisse raffgierigen Spekulanten zum Opfer gefallen sind,

die sind ihm keine Zeile wert – dem Präsidenten der Deutschen!

Vielleicht ist ihm wenigstens die Fassade seines Amtssitzes eine zeitgemäße Renovierung wert. Als neue Symbolik empfehlen sich Hammer&Sichel (als Hommage an die ehemalige FDJ-Propagandistin), sechszackige Sterne, Dollar- oder EURO-Zeichen.

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