AUS DER BÜCHSE DER PANDORA – DAS MILLIARDENGESCHENK DER HRE

Nachdem die HRE, oder besser deren verwaltende „Bad Bank“ FMS, bereits für 2010 feststellte, daß ihre Bilanz 24,5 Mrd.€ weniger Schuld ausweist, rückte sie jetzt mit der Meldung heraus, daß sich noch weitere 55,5 Mrd.€ eingefunden haben.

Folgen von Bilanzierungsfehlern…

Was sich im ersten Momant gut anhört – eine Reduzierung der Schuldenlast der BRD um 80 Mrd.€ – zeigt aber auch, mit welcher Qualität diese Bank gemanagt wird und wie sehr wir uns – oder besser die Politiker der BRD – an Milliardenbeträge in Hinsicht auf staatliche Schulden gewöhnt haben. Bei Schäuble sorgt die an sich gute Nachricht für so gut wie keine Erregung. Was sind schon 55 Mrd.€ mehr oder weniger?

 Stimmt! Wir reden schließlich über einen Anteil von nur 2,8% der Staatsschulden oder des „gehebelten“ EURO-Rettungsschirmes . Da lohnt es sich nicht, über derartige „peanuts“, ob Plus oder Minus, überhaupt nachzudenken.

 

Andererseits entspricht dieser Betrag einem Sechstel des gesamten Bundeshaushaltes.
Einen großen Teil der Ausgaben, inclusive des beträchtlichen Postens für unsere Kanzlerin, könnte man von diesem unerwarteten Geldsegen bestreiten:

Der glückliche Fund bei der FMS könnte auch verwendet werden, um die Neuverschuldung der BRD für die nächsten zwei Jahre auf fast Null zu setzen, bliebe es auch 2013 bei den für 2012 angesetzten 27,2 Mrd.€.

Wir sollten uns jedoch nicht zu früh freuen. Schon wird angedeutet, daß dieser Rechenfehler ein willkommener Beitrag zur „EURO-Rettung“ sein könnte. Ein Betrag, der gemeinsam mit all den anderen Steuermilliarden in die Hände der „Finanzspezialisten“ gegeben wird, um mit dubiosen Hebelungen Billionen zur Sicherung der Gewinne der Spekulanten und „Investoren“ zu „schöpfen“.

In die Hände der Kaste der Finanz-Jongleure, die im Fall der HRE seit Jahren nicht einmal im Stande sind, ihren eigenen Kontostand zu ermitteln?! Es bedarf keiner großen Fantasie, sich vorzustellen, wohin es führt, diese gierigen Tölpel am Ende eines langen Hebels zerren zu lassen…

Das schien wohl selbst dem systemkonformen Verfassungsgericht zu heiß. Auf Antrag der Opposition erließ es eine einstweilige Anordnung, die dem von der Bundesregierung installierten EFSF-Sondergremium die Entscheidungshoheit über die Mittelverwendung absprach.

Während es die Klage der fünf Wirtschaftsprofessoren , unter Führung von Wilhelm Hankel, erst endlos verzögerte und dann, nachdem bereits die wesentlichen Entscheidungen gefallen waren, in nur unwesentlichen Teilen annahm, reagierte es diesmal blitzschnell. Hatte man gelernt? Natürlich nicht. Im aktuellen Fall geht es darum, daß sich zwei SPD-Genossen ein Mitspracherecht erstreiten und den Regierungspsarteien einfach mal ein´s auswischen wollten. Das rüttelt nicht an den Grundfesten. Und so bekam das Verfassungsgericht die Gelegenheit, sein Image quer durch alle Medien aufzupolieren. Mit der Aufhebung der Verfügung ist in Kürze zu rechnen. Bis dahin bleibt die Entscheidungsgewalt in den Händen unserer, nur so vor Kompetenz strotzender „Volksvertreter“. Immerhin dürften sie nach der Bloßstellung ihrer Kenntnisse im ARD-Magazin PANORAMA jetzt wenigstens wissen, um welche Beträge es geht – nicht nur um plus-minus 55 Mrd.€ !

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