50 JAHRE MAUERBAU – WER MORDEN DARF

50 Jahre Mauerbau – vor 50 Jahren begann die Errichtung einer Grenze, die die nach 2 verlorenen Kriegen verbliebenen Reste Deutschlands in Ost und West teilte.

Eine Grenze, mit Stacheldrahtverhauen, Minengürteln, Selbstschußanlagen, Wachmannschaften mit Schießbefehl. Eine Grenze, die hunderte zivile Todesopfer forderte.

 Nie wieder soll es so eine mörderische Grenze geben! Mit all unserer Kraft werden für uns dafür einsetzen, daß so etwas der Menscheit in Zukunft erspart bleibt! So tönten zu den Feierstunden und Gedenkveranstaltungen die Politiker der BRD – bezeichnenderweise ausgenommen diverser Vertreter der LINKEN die sich im Nationalmasochismus suhlend, dem Anschein nach, jeden ermordeten Deutschen als Beglückung empfinden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete das Unrecht des Mauerbaus als weltweite Mahnung, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen.Bereits am Abend des selben Tages gingen Berichte über eine ebenso tödliche Grenze um die Welt. Eine Grenze gegen NATO oder US-Aggressoren?

Nein, sie richtet sich gegen friedliche Demonstranten, die für die Freiheit ihrer besetzten Heimat kämpfen. Momentan verstärkt das Militär die durch Minengürtel, Zäune, Gräben und Scharfschützen gesicherten Grenzbefestigungen mit weiteren Landminen. Landminen gelten als international geächtete Waffen. Etwa 150 Nationen haben sich mit der Ottawa-Konvention verpflichtet, diese unmenschlichen Todesfallen nicht einzusetzen, unter Anderem weil diese auch noch nach dem Ende kriegerischer Auseinandersetzungen zu Opfern unter der Zivilbevölkerung führen. Zu 40% trifft es dabei Kinder.

So gesehen, die perfekte Waffe, um Zivilisten zu ermorden und die optimale Ausstattung für eine Grenze, die nicht gegen einen militärischen Angriff schützen, sondern friedliche Proteste verhindern soll. Die Ereignisse des letzten Monats zeigen, daß man es damit durchaus ernst meint. So wurde erst im Juni diesen Jahres das Feuer auf Demonstranten eröffnet. Dabei wurden mindestens 20 Menschen getötet. Das ist mehr als die dreifache „Jahresleistung“ an der Berliner Mauer!

Wird „unsere“ Bundesregierung nun gemäß ihrer „weltweiten Mahnung“ in den Kampf für „Freiheit und Demokratie“ ziehen und diese menschenverachtende Politik an den Pranger stellen?

Folgen nun Sanktionen oder gar die Androhung einer drohnen- und bombergestützten Flugverbotszone zum Schutz von Zivilisten?

Wohl kaum, denn diese Grenze wird von einem Aggressor betrieben, der die unverbrüchliche Loyalität und nicht enden wollende Freundschaft unserer Kanzlerin genießt. Diese Grenze schützt die von Israel okkupierten Gebiete an den Golanhöhen. Diese Grenze dient einem Volk, dem wir aus historischer Verantwortung alles zugestehen: die gelegentliche Bombardierung des größten KZ’s der Welt, jahrzentelange brutale Unterdrückung von Minderheiten, die Einverleibung von Gebieten anderer Nationen, atomare Aufrüstung…

Wie war das nochmal mit Lehren aus der innerdeutschen Todesgrenze und der weltweiten Mahnung für Freiheit und Demokratie???

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