MIT DEM EURO ZUM EXPORT-WELTMEISTER?

Das die Euro-Krise noch lange nicht zu Ende ist, dürfte inzwischen den meisten noch halbwegs denkenden Bürgern klar sein. Das unsere Kanzlerin, die nach der Verabschiedung jeder, mit unserem Geld finanzierten, Hilfsaktion für Banken und EU öffentlichwirksam herausposaunte, daß nun Welt grundsätzlich gerettet sei, uns schamlos belogen hat, müßten die Deutschen wohl auch verstanden haben.

Nun wird auch in der „Qualitätspresse“ darüber diskutiert, ob die Wiedereinführung der D-Mark oder die Einführung eines Nord-Euro die Probleme lösen könnten. Natürlich mit dem Fazit, daß die Krise dann erst richtig los geht. „Die Welt“ arbeitet besonders gründlich ein Schrecken-Szenario aus: „…Mit der Einführung der D-Mark würde Deutschland über Nacht alle Wettbewerbsvorteile, die sich die hiesige Wirtschaft in 15 Jahren qualvoll erarbeitet hat, verlieren…“.Wettbewerbsvorteile durch den EURO? Eher durch all das, was um den EURO herum geschieht. Der EURO diente u.U. zur Verschleierung eines bereits vor seiner Einführung permanent sinkenden Lohnniveaus der BRD. Selbst offizieller statistische Veröffentlichungen belegen das deutlich. Preis- oder Inflationsbereinigt, zeigen die abgebildeten Diagramme (erstellt aus Angaben von statista.com) deutlichen Abwärtstrend.
Seit 1999 sanken die monatlichen realen Einkommen um ca. 150 € über alle Einkommensgruppen hinweg. Besonders schmerzhaft für die schlechter Bemittelten!

 Lediglich die hohen und mittleren Einkommen lassen eine leise Besserung ab 2008 ahnen. Sinkende Löhne reduzieren die Herstellungskosten und verbessern die „Wettbewerbsfähigkeit“. Die „Qual der letzten Jahre“ ertrug also nicht die Wirtschaft, sondern die Masse der Bevölkerung! Schaut man sich die Entwicklung der Exporte der BRD an (zur besseren Verdeutlichung ist das Diagramm gespiegelt), fällt die Ähnlichkeit zum Verlauf der Einkommensentwicklung mehr als deutlich ins Auge:

 Und dieser Trend begann bereits vor Einführung des EURO!

Um die so „verbilligt“ produzierten Güter auch in Europa gewinnbringend verkaufen zu können, schaffen die Transferpolitik der EU und maßlose Staatskredite neue Absatzmärkte.

Die Exporterfolge der BRD sind Erfolge auf Pump. Die Rechnungen dafür werden gerade ausgestellt!

Unser Volk zahlt sie dreifach! Von sinkenden Einkommen müssen Abgaben für Transferleistungen in die EU und die Kosten für die um sich greifenden Kreditausfälle getragen werden!

Unser Volk zahlt für die Lösung der Probleme schlecht wirtschaftender Staaten, der Großindustrie, der Banken und Spekulanten!

Alle „Rettungsaktionen“ der „Volks“-Vertreter von links bis konservativ haben nur von einer Krise zur Nächsten gehalten.

Der einzig konsequente Weg für Deutschland wäre nicht nur die Trennung vom EURO, sondern auch von der EU. Wäre der Stopp des Abflusses deutscher Steuergelder für fremde Interessen.

Zweifellos würde ein Zerbrechen des EURO oder der EU auch Absatzmärkte zum Einbrechen bringen. Es handelt sich jedoch um Märkte, die ohnehin nur mit Steuergeldern gesponsert wurden. Der Wegfall der Sponsoren bewirkt ihren Einbruch.

Ohne Zweifel würden Banken, Investmentfonds und Versicherungen Verluste in Größenordnungen einfahren. Diesmal sollte der Rettungsschirm jedoch nur zu Gunsten der Kleinanleger und Sparer aufgespannt werden!

Große Sorgen macht man sich um die politischen Auswirkungen. „Die Welt“ droht damit, daß Deutschland beim Treffen der 20 größten Industriestaaten nicht mehr gefragt, sondern nur noch „informiert“ wird. Deutschland liegt mit seinem Bruttoinlandsprodukt an 4 bis 5 Stelle im Weltmaßstab!

Zu den schrecklichsten Auswirkungen wird jedoch der drohende Verlust des freien Kapitalverkehrs gezählt.

Lieber dieser Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

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