DER LIBYENKONFLIKT – EIN KRIEG GEGEN CHINA?

Fast 10.000 Einsätze führten die Aggressionstruppen der NATO bisher gegen den souveränen Staat Libyen aus.
Über 700 Zivilisten fielen dem „Friedenseinsatz“ bisher zum Opfer. Die Zahl der Verletzten geht in die Tausende.

Wofür das Alles?! All das Leiden ?! All die Menschenleben?!

Diese Frage stellen sich, laut einem Bericht der russischen Zeitung „Wedomosti“, inzwischen auch Kongressabgeordnete der USA.

Der Republikaner und frühere Vizefinanzminister Craig Roberts, vermutet in der Zeitschrift „Foreign Policy Journal“ daß die Revolten gezielt durch die CIA in Gebieten Libyens initiiert wurden, in denen 80% aller Ölvorräte konzentriert sind und China im Energiesektor investiert hat.
75 chinesische Großunternehmen haben sich dort mit 18 Mill.$ engagiert und müssen nun mit beträchtlichen Verlusten rechnen.

China ? Ein indirekter Krieg gegen China ?

China ist der größte Gläubiger der Vereinigten Staaten. China verfügt mit Abstand über die größten Dollarreserven der Welt. Ohne Zweifel ist den Chinesen klar, daß die grünen Zettel der FED, lediglich durch militärische Macht „gedeckt“, keinen dauerhaften Wert darstellen und möglichst sinnvoll „abgestoßen“ werden müssen.

Afrika ist dazu bestens geeignet.

Der Handelsumsatz stieg von 6 Mill.$ in 1995 auf über 130 Mill.$ in 2010.

Chinesische Unternehmen erwerben ständig neue Rohstoffquellen. „Halb Afrika“ wäre inzwischen aufgekauft.

Dabei mischen sich die Chinesen nicht in innere Angelegenheiten der afrikanischen Staaten ein. Forderungen zur Schaffung „freiheitlicher, demokratischer und liberaler“ Verhältnisse werden nicht gestellt. Straßen und Schulen werden gebaut, günstige Staatskredite ausgereicht.

All das ohne Beteiligung und Einfluß amerikanischer Banken und des IWF.

Angola, Tschad, Nigeria, Sudan, Äthiopien und Uganda verzichteten auf IWF-Kredite, weil sie diese zu besseren Konditionen von China erhielten.

Es besteht immer mehr die Gefahr, daß ein ganzer Kontinent nicht mehr unter die Knute der westlichen Großbanken zu bringen ist. Und die Ausschlachtung der Euro-Zone reicht nur noch für ein paar Jahre…
Ein System, daß nur weiter existieren kann, wen es permanent neue Schuldner akquiriert, reagiert auf den möglichen Verlust eines ganzen noch zu „erschließenden“ Wirtschaftsraums verständlicherweise äußerst verschnuppft.

Eine kriegerische Auseinandersetzung, natürlich von einem aggressivem China begonnen, würde nicht nur dieses, sondern auch das amerikanische Schuldenproblem lösen – wenn man sie denn gewinnen könnte und selbst halbwegs unbehelligt bliebe.

So bleibt nur der Weg, unter diversen Vorwänden in Afrika direkt einzugreifen.
Dabei hat sich die Beseitigung von „Diktatoren“ schon immer als geeignet erwiesen.

Bei einem Treffen zwischen chinesischen Außenministers Yang und dem lybischem Sonderbeauftragten Abdul Ati al-Obeidi, erklärte Yang laut CRI.online:

„China verfolge die Entwicklung der Lage in Libyen aufmerksam. Man hoffe, dass es einen sofortigen Waffenstillstand gebe und die Libyen-Frage auf politische Weise gelöst werde.“

Al-Obeidi drückte seine Hoffnung auf einen Beitrag Chinas zur Lösung der Libyenfrage aus.

Bleibt abzuwarten, wie dieser Beitrag aussieht und mit welchen Maßnahmen sich die „westliche Welt“ gegen derartige Friedenslösungen wehrt.

 Zunächst leitet die NATO zur weiteren Eskalation des Krieges gegen Libyen „Phase 2“ ein. Marineeinheiten beispielloser Größenordnungen werden im Mittelmeer zusammengezogen, eine Landung von Kommandoeinheiten ist nicht mehr ausgeschlossen (KOPP.online).

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