VIELWEIBEREI UND INZEST – DIE TÜRKEN UND DIE GRÜNE JUGEND

Immer wieder wird seitens der Türkei von offizieller Seite betont, daß diese ein säkularer Staat sei, der sich an der „westlichen Wertegemeinschaft“ orientiert.

Bereit zum Beitritt in die EU.

Das die gelebte Realität des Landes eine andere ist, zeigt die dieser Tage geäußerte Forderung der prominenten Verhaltensvorscherin Sibel Üresin nach Legalisierung der Vielehe. Während dieses in den türkischen Medien und seitens der Frauenverbände für einen Aufschrei sorgte, und sich selbst Ministerpräsident Erdogan mit einem „klarem Nein“ in die Debatte einschaltete, ist die Polygamie – besonders im kurdischen Osten und in religiös-konservativen Kreisen – trotz des Verbotes von 1926 noch weit verbreitet.

So heiratete kürzlich der Theologe und Berater des türkischen Ministerpräsidenten, Ali Yüksel, seine vierte Frau (at.unzensiert 07.08.2010).

Im islamisch-jüdischen Kulturkreis des Nahen Ostens galt die Frau neben Haus und Vieh als Besitz. So sagt bereits das 10. Gebot Moses: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist“. Der „Besitz“ vieler Frauen galt als Zeichen von Macht und Reichtum. König Salomon soll 1000 Frauen „besessen“ haben. Der Koran beschränkt die Zahl der Ehefrauen eines Mannes (Sure 4,3) auf die Ehen mit vier Frauen. Jakob zeugte die Häupter der späteren 12 Stämme Israels mit den zwei verschwisterten Ehefrauen Rahel und Lea sowie mit deren beiden Dienerinnen.
Die Vielehe garantierte allerdings auch Schutz und Versorgung verwitweter Frauen: Starb der eine Bruder, ging die Witwe in das „Eigentum“ des Anderen über.

Nach heutigen Vorstellungen eine Ideologie mit „menschenverachtendem“ und Frauen diskriminierendem Hintergrund.

Im „Multikulturellem Deutschland“ tritt der Widerspruch zwischen Antirassismus und Minderheitenschutz auf der einen Seite und dem geltendem Verbot der Vielehe auf der anderen Seite immer deutlicher zutage. Im Gegensatz zum Schutz der Traditionen der Alteingesessenen steht die Achtung kultureller Besonderheiten der Zuwanderer in Europa hoch im Kurs.

Auf der Tagung „Religiös-kulturelle Varianz des Familien- und Erbrechts“ am 21.05.2011 in Zürich unter dem Leitsatz: „Europäische Rechtsordnungen neu justieren“, sagte der Erlanger Rechtsprofessor Mathias Rohe: „Kulturelle Sensibilität ist eine wünschenswerte Eigenschaft in einer de facto multikulturellen Gesellschaft.“ Und fragte: „Mit welchem Recht kann man den Zweit- und Drittfrauen das Recht auf Einwanderung, Unterhalt und Erbe verweigern, sobald sie in einem anderen Kulturkreis leben?“ (UZH news 24.05.2011)

Deutlich weiter ist die „Grüne Jugend“. Bereits am 19.11.2007 faßte der Bundesvorstand den Beschluß, „die Ehe zu ersetzen“. Unter „Familie“ sollen neben dem klassischem Bild auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften, polygame Lebensgemeinschaften, …. oder ganz einfach der engste Freundeskreis verstanden und anstelle der Ehe mit einem Familienvertrag abgesichert werden.

„Auch Geschwister, die sich lieben, sollen Familienverträge abschließen und Kinder bekommen können. … Die GRÜNE JUGEND will hier keine Straftatbestände.“

„Es darf in unserer Gesellschaft nicht der Anschein entstehen, daß um ein Kind erziehen zu können, es dafür einer Mutter und eines Vaters – wie es konservative Kräfte gerne hätten – bedarf.“

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