B. HUSSEIN OBAMAS „GEBURTSURKUNDE“ (aktualisiert)

 

WE CAN CHANGE! YES, WE CAN CHANGE!
Und was wir alles ändern können!
Den Friedensnobelpreis, Osamas Todestag, Obamas Geburtsort ……

Sofort nach der Veröffentlichung des „Originalscans“ der „Geburtsurkunde“ von B.Hussein Obama kursierten im Internet die ersten Vermutungen, daß diese eine Fälschung ist. Diverse Blogger nahmen sich die – im Original vom Weißen Haus herunterzuladende – PDF-Datei vor und sezierten diese nach allen Regeln der Kunst.
Die Datei ist zumindest kein einfaches „Bild“. Einzelne Elemente sind in Ebenen separiert und lassen sich mit einem geeignetem Programm frei auf dem „Dokument“ umherschieben.
Es wird auch auf Kontrast- und Farbunterschiede und diverse andere Unstimmigkeiten hingewiesen.

http://www.youtube.com/watch?v=wQAqvtXenKg&feature=related

Der Haken an diesen Argumenten ist jedoch, daß einige Scanner (z.B. CANON) eine Software integriert haben, die versucht, den eingescannten Text auch zu lesen. Dabei entstehen tatsächlich – dem Anschein nach willkürlich – Objekte, die je nach Programm als Ebenen (Layer) Gruppen o.ä. interpretiert werden.

Für den Spiegel ein schlagendes Argument, daß es sich wieder mal um Verschwörungstheorien oder blanken Rassismus handelt:

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,760231,00.html

Seit der Kandidatur von Barack Obama versuchen rechte  😉  Gegner zu beweisen, dass er für dieses Amt nicht in Frage komme, da er gar kein gebürtiger US-Amerikaner sei. Um diese Diskussion endgültig zu beenden, hat die US-Regierung im April eine gescannte Wiedergabe seiner Geburtsurkunde auf ihrer Webseite zugänglich gemacht. Doch statt ein für allemal für eine Klärung zu sorgen, bewirkte die zum Download bereitstehende PDF-Datei genau das Gegenteil: Verschwörungstheoretikern mit Bildbearbeitungskenntnissen fielen seltsame Stellen in dem Formular auf. In der Tat, öffnet man das PDF in Adobes Grafikprogramm Illustrator, so zeigt sich, dass es aus fast 20 Ebenen besteht. Mal befindet sich dort ein ganzes Wort, manchmal sind es nur einzelne Buchstaben. Einige dieser Textschnipsel sind voll deckend, andere erscheinen halb transparent. Sie können das mit der heruntergeladenen PDF-Datei leicht selbst ausprobieren. Klicken Sie in Illustrators Ebenenpalette alle Gruppen bis auf die unterste weg, bleibt nur das fast leere Formular mit vereinzelten Buchstaben und Unterschriften.
Damit ist die Fälschung wohl bewiesen. Wie konnten die Profis der US-Regierung nur so dilettantisch vorgehen und ihren Kritikern die gefälschte Datei samt allen verwendeten Ebenen überlassen? Auf die neu entfachte Diskussion hat uns unser Leser Rolf Hildner aufmerksam gemacht. Er schreibt dazu:
„Der gepostete ‚Adobe Illustrator Proof‘ ist vermutlich kein Beweis. Die multiplen Ebenen sind höchstwahrscheinlich ein Algorithmus der Scan/OCR-Software, mit der die Urkunde eingescannt worden ist. Das bedeutet: Die Software erkennt Buchstaben und speichert sie als separate Elemente mit einer 1 Bit-Pixeltiefe (das verbraucht weniger Speicher). Alle anderen Elemente werden mit einer höheren Pixeltiefe gespeichert (verbraucht mehr Speicher). Deshalb sehen alle Buchstaben auf der Obama-Urkunde so aus, als ob sie jemand nachträglich reingemalt hätte. Die Linien und andere Artefakte sind verwischt mit Antialiasing-Pixeln, wie man es bei einem normalem Scan erwarten würde.“
…..
So führt also schlichte Unkenntnis, gepaart mit rassistischen Vorurteilen, dazu, dass die Leser von Millionen Web-Einträgen nun davon überzeugt sind, Obamas Geburtsurkunde sei eine Fälschung und clevere Bildbearbeitungsprofis hätten das entlarvt.

Aha, soweit der SPIEGEL. Nun sind wieder alle Mainstream-Bürger beruhigt und vertrauen weiter auf den ersten wahrhaften amerikanischen Präsidenten!
Die falsche Fährte ist gelegt, die Zweifel ad absurdum geführt! Wirklich?

Da die Langform von Husseins Geburtsurkunde in einer miesen Qualität in´s Netz gestellt wurde, habe ich mir mal die bereits vorher veröffentlichte (besser gefälschte) Kurzfassung heruntergeladen. Im Original sieht ein Ausschnitt so aus:

Gut zu erkennen ist, daß die vergrößerte Schrift einen homogenen Eindruck macht. Verarbeitet man nun diese Datei mit der original ADOBE OCR Software sieht der Ausschnitt wie folgt aus:

Die Software hat die Worte „City“, „Town“, „Honolulu“ erkannt, in lesbaren Text umgewandelt und über das Ursprungsbild als separate Objekte (oder Layer) gelegt.
„August“ war zu undeutlich und wurde nicht erfaßt. Dadurch entsteht ein inhomogenes Bild, daß in Aussehen und Datenstruktur der aktuellen Langform der Urkunde ähnelt.
Das wäre also keine Fälschung sondern tatsächlich ein Ergebnis des Scanners.
Auch der Hintergrund bekommt dabei die auffälligen weißen Schatten um und unter den Buchstaben (diese sind im nächsten Bild ausgeblendet):

Also doch alles echt? Schauen wir mal, was nach einer Behandlung mit der ADOBE Texterkennung separiert wird. Alles was die Software glaubt interpretieren zu können, kann markiert – z.B. farbig hinterlegt werden:

Die gelben Stellen sind die irgendwie als Text erkannten Bereiche. Adobe würde z.B. den Text des Beglaubigungsstempels (den gelb markierten Bereich) so interpretieren: 

I CERTIFY THIS IS A TRLJE COPY OR
ABSTRACT 01″ n:e RECORD ON FILE IN
I‘
,.
THE HAWAII STATE DEPARTMENT OF HEALTH
J 1\‘
T. O􀀞I ‚?h . .D. 􀂋TA,““ REGISTRAR

Der Vorname und das Datum konnten nicht als Text erkannt werden  und wurden somit als Bild belassen. Klingt plausibel. Also immer noch keine Fälschung?
Öffnet man nun die Datei in einem externen Grafikprogramm zur PDF-Bearbeitung, stellt man fest, daß Beglaubigungsstempel und Datum jeweils ein Objekt sind, was beliebig auf dem Blatt „umhergeschoben“ werden kann:

Ich habe es einmal mit der Maus „gegriffen“, verschoben, vergrößert und eingefärbt. Es ist perfekt so gearbeitet, daß es einem Dokument als „echte“ Beglaubigung beigfügt werden kann. Das gleiche gilt für das Datum.
Herr Onaka könnte so die amerikanische Unabhängigkeitserklärung beglaubigen:

Kein Problem! Die Beglaubigung ist also nicht automatisch durch die Texterkennung separiert worden, sondern manuell. zur erinnerung: die Textverarbeitung erkannte nur Teile davon, trotzdem sind Stempel und Unterschrift ein Objekt! Das war nicht der Scanner!

Der absolute Knüller aber ist die Ecke links oben:


Hier sieht man deutlich, daß Formular und Schrift auf den grün gemusterten Untergrund elegt wurden. Während die Linien des Formulars (wahrscheinlich aus einem gebundenem Dokument gescannt) deutlich gebogen sind, bleibt der Untergrund exakt gerade! Und das macht keine Texterkennungs-Software von selbst! Richtig wäre es so:

Der Hintergrund müßte dem „Aufgedrucktem“ folgen. Hier wurde eindeutig manipuliert!
Den Prägestempel einer wirklich echten Urkunde hat man dann ganz vergessen. Der hätte so aussehen müssen:

Bei der Bildsuche nach vergleichbaren Urkunden fand ich dann noch Folgendes:

Die Urkunden verfügen über eine laufende Nummerierung. Hussein bekam am 04. August 1961 die 61 10641. Am folgenden Tag hat man allem Anschein nach noch ein paar alte Formulare gefunden: Am 05. August wurden die Nummern 61 10637, 6110638… vergeben. Auch ein erstaunlicher Zufall…
Hierzu noch ein Video-Link:
http://www.youtube.com/watch?v=Nsy0pCOJ-F0&feature=related


Husseins „Geburtsurkunde“ wurde demnach wahrscheinlich so erstellt:

  1. Eine geeignete Urkunde wurde gescannt (aus einem gebundenem Dokument, z.B. Buch)
  2. Der grüne, gemusterte Hintergrund wurde mit einem Bildbearbeitungsprogramm in Transparenz umgewandelt (die Funktion, Farbstufen auszuwählen und in eine andere Farbe oder Transparenz umzuwandeln ist in fast allen Programmen enthalten).
  3. Jetzt könnte die Schrift unabhängig vom ansonsten störenden Hintergrund „überarbeitet“ und „ergänzt“ werden.
  4. Der typische Hintergrund wurde aus einem leerem oder fast leerem Dokument eingelesen. Z. B. aus der Geburtsurkunde Kurzform – siehe oben. Mehrfach aneinander kopiert, füllt er das ganze Blatt. Aber glatt – ohne den gebogenen Teil des Formulars zu beachten…
    Der Prägestempel wurde vergessen oder nicht für voll genommen..
  5. Auf dieses kommt dann das „überarbeitete“ Formular mit Text. Da die hellen Farbtöne transparent sind, scheint der Untergrund durch.
    Leider wurde dabei die gebogene linke Kante nicht beachtet….
  6. Jetzt brauchen wir noch eine Beglaubigung:
    Das gleiche Prinzip wie unter Punkt 2 – helle Farbe des Papiers auf dem sich ein passender Stempel befand in Transparenz umgewandelt, dann rauf auf unsere Urkunde.
  7. Der Datums-Stempel ist vielleicht sogar echt gestempelt 😉

Und fertig ist der ganze Schwindel!
Ich bin am Überlegen, ob ich meinen Geburtsort ebenfalls nach Honolulu verlege und von Herrn Alvin T. Onaka bestätigen lasse….

Immerhin würde mich das von der deutschen Erbschuld befreien!

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3 Antworten zu B. HUSSEIN OBAMAS „GEBURTSURKUNDE“ (aktualisiert)

  1. Pingback: Barack Obama doch kein „echter“ Amerikaner? | KOMPAKT – Nachrichten - …wir sprechen deutsch!

  2. Bodo Giertz schreibt:

    Du bist ja ein ganz Schlauer, was …..

    Auch wenn ihr Computerfreaks es nicht begreifen wollt:
    1) Mit Software kann man viel machen.
    2) Einem digtalen „Dokument“ kann man NIE trauen
    3) Nur das physische Original kann sicher Auskunft geben ob eine Fälschung vorliegt !

    • Denk_Mal schreibt:

      Natürlich kann nur das physische Original die ECHTHEIT einer Urkunde bestätigen. Wenn aber bereits die digitale Kopie zeigt, daß es sich um eine FÄLSCHUNG handelt – wie soll dann das „Original“ echt sein ???
      Sollte etwa die US-Regierung eine physisch echte Urkunde einscannen, dann dieser digitalen Kopie den Charakter einer Fälschung geben und diese in´s Netz stellen???

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