DIE taz-REDAKTEURIN UND DIE BRAUNEN EIER

 Julia Seeliger, taz-Redakteurin http://seeliger.cc/
(führt u.a. bei Twitter eine Liste „rex – Hier – regiert – der nationale Unverstand. NPD und aktionsorientiertes Neonazi-Spektrum“)

Aktualisierung:
Inzwischen heißt die Liste „Hier – regiert – der nationale Unverstand. NPD, Straßen-Neonazis und ideologisch Anschlussfähige“ – oder …alle die nicht so denken wie ich…

Frau Seeliger sitzt jetzt nicht mehr in der stressigen Online-Redaktion der taz, sondern bei den „Ö-Wis“ auf einem ruhigen, sonnigen Balkon – und hat jetzt Zeit (ich muß die leider meist mit arbeiten verbringen…) auf Twitter „Rechtsradikale“ zu sichten und einen im höheren Intelligenzspektrum angesiedelten Blog im Netz zu pflegen. Und das geht z.B. so:

Weiße Bioeier gibt es nicht

Schon seit Anfang März sitze ich nicht mehr in der Online-Redaktion der taz, sondern bei den Ö-Wis. Sprich: Im Ressort Ökologie & Wirtschaft. Dort ist es wunderbar ruhig, wir haben einen schönen sonnigen Balkon raus in Richtung Osten/Springer-Haus. Vorher bei Online war die Stimmung für mich häufig so, wie man sich eine stressige Newsdesk-Situation vorstellt.
So oder so: Seit ich bei den Öwis wohne – und weiter dem Online-Ressort zugehörig bin – ist mein Leben viel schöner geworden. Wer sich für meine Artikel interessiert, hat ja gemerkt, wieviel produktiver ich geworden bin. Sogar die Öwis selbst sind viel netter, als ich dachte. Ich kann deswegen kann allen Menschen nur raten, sich über ihren Arbeitsplatz Gedanken zu machen. Und sich für Verbesserungen desselben einzusetzen, sofern dies möglich ist. Man muss nicht Freiberufler sein, um sich seinen Arbeitsplatz schön zu machen.
Ach ja, was ich eigentlich sagen wollte (…ich schreibe, also denke ich…) – hier kam die Erkenntnis auf, dass es keine weißen Bioeier gibt. Kinder von Eltern, die Bioeier kaufen, müssen mit braunen Eiern zum Eierfärben in den Kindergarten gehen, was schlecht ankommt. Das muss doch nicht sein, liebe Eier-Hersteller!

Oder gibt es irgendwo eine Quelle für weiße Bioeier? Bitte in die Kommentare posten!

 P.S. ich nehme zum Färben auch braune. Bin ja nicht mehr im Kindergarten.
20. April 2011 von julia 


Kommentare (6)

1.Robert sagt am April 20, 2011 um 09:17
Wikipedia weiss es auch nicht, gibt aber ein paar Hinweise:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hühnerei#Die_Farbe_des_Hühnereis

Martin sagt am April 20, 2011 um 09:20
Also ich hab’ letzte Woche hier im Rewe Bio-Eier gekauft. In der Packung waren zwei braune und vier weisse. These wiederlegt. Es gibt weisse Bio-Eier

 horstigall sagt am April 20, 2011 um 09:22
habe ich auch früher gedacht, scheint aber quatsch zu sein. weiße bioeier gibt es z.b. in der biocompany in der skalitzer. (oder aber die lügen, was ich aber erstmal nicht glaube)grüßle.

julia sagt am April 20, 2011 um 09:23
Na, dann! Bioläden lügen nicht
So und so: Super, danke! Dafür gibt es Leserkommentare …
… als Kind färbte ich mal mit Krapp. Dit war cool!

dobsche sagt am April 20, 2011 um 11:03
…kommt auf huhn und futter an. wenn die ganz viel grünes essen werden die sogar etwas grün…

4thmarch sagt am April 23, 2011 um 12:50
Scheint der Marktmechanismus zu sein. Bio braun ist glaubwürdiger, also kann ein weisses Ei nicht richtig bio sein.

“Liebe Eier-Hersteller”
Um Ostern mag der Marktmechanismus anders aussehen, aber die Umstellung der Produktion bedingt neue Investitionen in die Eier-Herstellung und dauert auch länger.

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…und genau das habe ich getan:

Hier – regiert – der Unverstand …

Liebe Julia Seeliger,
Wenn man sein Wissen lediglich aus WIKPEDIA und einschlägigen Öko-Magazinen bezieht, kommt man natürlich ein wenig in´s grübeln, ob weiße Eier auch ökologisch „produziert“ werden können.

Zur Allgemeinbildung Folgendes:
Eier kommen weder aus dem Ökoladen noch von ALDI oder REWE, sondern aus dem Hinterteil mittelgroßer farbiger oder weißer Vögel.

Und genau das ist des Rätsels Lösung – farbige und weiße….

Weiße Hühner legen weiße Eier und farbige braune (von Ausnahmen abgesehen) –  also abhängig von der Rasse und nicht von der „Produktionsstätte“.


Vor Jahrzehnten, als man die Hühner noch ökologisch auf Bauernhöfen hielt und sich regional statt mit enormen Energieaufwand global versorgte, waren Weiße beliebter und deutlich in der Überzahl. Die Eier waren im wesentlichen weiß und farbige wurden als „Fehlerware“ aussortiert – gewissermaßen diskriminiert..

Das hat sich inzwischen, wie Sie sicher wissen, grundsätzlich geändert:

Heute sind die Farbigen „in“ und sicher gibt es bald gar keine Weißen mehr – höchstens hellbraune…

(ich schreibe mit Rücksicht auf Sie nicht: …heute sind die Braunen „in“ …)

Heute gibt es anstelle der kleinen Höfe eine florierende globalisierte Bio-Industrie und hinreichend medial manipulierte Kundschaft, die bereit ist ständig mehr und mehr für „Bio-Siegel“ und eine Welt farbiger Hühner auszugeben. Egal was es kostet, es gibt noch viel zu viele Weiße im Land

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Eine Antwort zu DIE taz-REDAKTEURIN UND DIE BRAUNEN EIER

  1. Hans Huckebein schreibt:

    Oh je, diese Antwort war sicher ein viel zu starker Tobak für die unbedarfte Frau Seliger von den Ö.Wis. Nein nein, wie kann man nur…

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